Philosophie

JEDE HOCHZEIT IST ANDERS, JEDES PAAR INDIVIDUELL.
GENAU DAS MACHT ES SO SPANNEND UND UNVERGESSLICH.

Ein guter Freund meinte mal zu mir: „Du bist kein Hochzeitsfotograf. Du bist ein Fotograf, der Hochzeiten fotografiert.“

Irgendwie hat er ja recht. Eine Hochzeit ist für mich mehr als nur das Ja-Wort, der Ringtausch und das Verspeisen des wirklich leckeren Kuchens. Nein. Eine Hochzeit ist ein vorzügliches Durcheinander aus dem minutiös Planbaren und der unvollkommenen Einzigartigkeit des spontanen Moments.

Mit meiner Fotografie beantworte ich also nicht die Frage: „Wie sah es denn aus?“, sondern: „Wie fühlt es sich an?“.

Immer am richtigen Ort, ohne im Weg zu sein. Ich jage der Spontanität nicht hinterher, ich warte schon um die Ecke.

Beim Fotografieren bin ich absolut unvoreingenommen. Ich habe keine Hierarchie, kein Bild ist wichtiger als das andere. Menschen sind wichtig. Die Stimmung ist wichtig, das Gesprochene, das Gefühlte. Blumen, Schuhe, Grimassen. Ein Händedruck, eine Umarmung. Ein Hund, der ein Stück Torte vom Tisch klaut, eine flüchtige Begegnung zweier Blicke – und im Augenwinkel das Kind, das einfach nicht ruhig sitzen bleiben kann.

Vielleicht bin ich wirklich kein Hochzeitsfotograf.
Ich bin ein Geschichtenerzähler.
Ein visueller Ästhet.